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Falschgeld erkennen in der Praxis

Vortrag der Deutschen Bundesbank in den Fachbereichen Bank und Einzelhandel

Das Bild zeigt von rechts: Hans Preiß von der Deutschen Bundesbank (Filiale Regensburg) mit den Lehrkräften StRefin Lena Judenmann und OStR Michael Hien.

Im ersten Halbjahr des Jahres 2024 war die Zahl der im Umlauf befindlichen Falschgeldnoten in Deutschland so hoch wie seit sieben Jahren nicht mehr: 38.578 Banknoten im Wert von 2,4 Millionen Euro (2017 waren es 39.685). Die Schadenssumme ist nur knapp gestiegen, da die Kriminellen vorzugsweise kleine Scheine fälschten. Diese Rangliste führt der 50-Euro-Schein (37%) an, gefolgt von Zwanzigern (30%), Hundertern (15%) und Zehnern (7%). Das Falschgeld wird vorzugsweise durch den unbemerkten Austausch gegen echte Scheine in Verkehr gebracht. Ein Alarmsignal und Grund dafür, dass sich die angehenden Bankkaufleute und Kaufleute im Einzelhandel intensiv mit dieser Problematik beschäftigen und zugleich Möglichkeiten aufgezeigt bekommen, wie sie Falschgeld erkennen können. Daher organisiert die Mathias-von-Flurl-Schule jährlich einen Vortrag zur Falschgelderkennung- und Prävention für die 10. Klassen aus Bank und Einzelhandel.

OStR Michael Hien begrüßte an zwei Tagen die Referenten von der Deutschen Bundesbank (Filiale Regensburg). Sie zeigten den insgesamt über 100 Schülerinnen und Schülern anschaulich anhand des Bargeldkreislaufs auf, wie Falschgeld an verschiedenen Stellen (Handel, Bank und Bundesbank) erkannt werden kann. Die Thematik Falschgeld ist besonders für bargeldintensive Ausbildungsberufe relevant, da nach der Bargeldprüfverordnung jeder am Prozess Beteiligte verpflichtet ist, Bargeld sorgsam zu prüfen und Falschgeld herauszufiltern. Handelt man dabei grob fahrlässig oder gar vorsätzlich macht machen sich alle Beteiligten strafbar.

Damit das Erkennen von Falschgeld nicht am Wissen der Auszubildenden scheitert, erläuterten die Referenten anschaulich und intensiv die unterschiedlichen Prüfmerkmale: Stichtiefdruck, Sicherheitsmerkmale im Papier, Folienelement mit beugungsoptischen Strukturen und die Smaragdzahl.

Um den Auszubildenden zu verdeutlichen, wie schwer das Erkennen von Falschgeld oft ist und wie gut Fälschungen sind, hatten die Referenten „echtes“ Falschgeld mitgebracht, an dem die Schülerinnen und Schüler die Sicherheitsmerkmale überprüfen durften.

Abschließend gingen sie auf die nötigen Schritte ein, die nach dem Erkennen von Falschgeld nötig sind und sensibilisierten vor allem die Schüler im Handel für den Einsatz von technischen Möglichkeiten wie Prüfstift oder UV-Lampe, die ergänzend genutzt werden können. Besonders den Einsatz von Prüfstiften sieht die Bundesbank jedoch kritisch, da ein Besprühen eines Geldscheins mit Haarspray ausreicht, um den Prüfstift an seine Grenze zu bringen.

Die Referenten betonten, dass immer (auch in stressigen Situationen an der Kasse) versucht werden sollte (vor allem bei größeren Geldbeträgen) zwei Merkmale zu überprüfen.

Michael Hien, OStR

Das Bild zeigt die Schülerinnen und Schüler aus Bank und Einzelhandel bei der Prüfung von „echtem“ Falschgeld.

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