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„Europa macht Schule“ an der Mathias-von-Flurl-Schule

Kurdistan: Volk ohne Land – Gaststudierender Karven Bahjat zu Gast

Die Mathias-von-Flurl-Schule beteiligte sich auch in diesem Jahr an der Aktion „Europa macht Schule“. Grundgedanke dieses Projekts ist es den Austausch verschiedener Kulturen zu fördern, Akzeptanz zu schaffen und andere Länder kennenzulernen.

Der diesjährige Referent Karven Bahjat kommt ursprünglich aus dem Irak, bezeichnet sich selbst aber als Kurde. Über die ganze Welt verteilt leben über 30 Millionen Kurden, 18 Millionen davon in der Türkei, 13 Millionen im Iran und Irak und zwei Millionen in Syrien. Karven Bahjat kam vor drei Jahren nach Deutschland und beeindruckte die Schülerinnen und Schüler der Bankkaufleute (BK10) und E-Business-School (EBS11) mit den Lehrkräften StD Wolfgang Jähn und OStR Michael Hien mit seinen Deutsch-Kenntnissen. Nach seiner Ankunft in Deutschland absolvierte er mehrere Sprachkurse und studiert mittlerweile im zweiten Semester Gymnasiallehramt (Englisch und Sport) an der Universität Regensburg. Im Studium besteht die Möglichkeit Teilnehmer am Programm „Europa macht Schule“ zu werden und im Rahmen dessen nicht nur ECTS-Punkte zu sammeln, sondern zudem den Austausch verschiedener Kulturen zu fördern. Karven Bahjat fühlt sich in Deutschland wohl, ist aber zugleich stolz auf seine Heimat. Dies zog sich durch den bilderreich gestalteten 90-minütigen Vortrag. Im Rahmen des Vortrags stellte der Gaststudierende nicht nur die Geografie und Geschichte seiner Heimat vor, sondern zeigte zudem die kurdische Kultur und ihre Traditionen auf. Bemerkenswert ist, dass Kurdistan sehr bergig ist (Berge mit über 3000 Metern) und sich daher als „Volk ohne Land, aber mit Bergen“ bezeichnet. Die Ursprünge Kurdistans reichen zurück bis ins 7. Jahrhundert vor Christus und ist geprägt von Kriegen, Konflikten, Unabhängigkeitsbestrebungen und dem steten Wunsch nach eigenem Land. Einen Fokus legte der Referent auf die wirtschaftliche und geschäftliche Entwicklung. Das Pro-Kopf-Einkommen liegt in Kurdistan bei ca. 4.400,00 Euro pro Jahr, also ungefähr bei einem Siebtel des Wertes in Deutschland. Die Wirtschaft ist geprägt von Erdöl und Erdgas. Ein zunehmender Fokus liegt auf den Bereichen Bau und Tourismus – eine Anlehnung an ähnliche Entwicklung in Dubai, Katar oder Saudi-Arabien.

Abschließend zeigte er die Unterschiede zwischen dem kurdischen und deutschen Schulsystem auf.

Hervorzuheben ist, dass es nach dem erfolgreichen Schulabschluss in Kurdistan nur zwei Möglichketen gibt: Studium oder Arbeitsleben ohne Ausbildung. Im zweiten Fall bekommt man die praktischen Kenntnisse von einem Freund oder Familienmitglied vermittelt und beginnt direkt zu arbeiten. Bei Aufnahme eines Studiums kann man sich nur zwischen Literatur und Medizin entscheiden.

Dem umfangreichen Vortrag schloss sich ein Kahoot-Quiz mit 18 Fragen an, bei dem sich ein enges Rennen zwischen den Schülerinnen und Schülern abzeichnete. Am Ende gewann mit Benedikt Brandl ein Schüler aus der BK10 eine große Menge an Baklava.

Die Schülerinnen und Schüler, sowie die Lehrkräfte Wolfgang Jähn und Michael Hien waren beeindruckt von den Ausführungen des Referenten und freuten sich über den Einblick in die Traditionen einer fremden Kultur.

Lehrkraft Michael Hien dankte dem Gaststudierenden Karven Bahjat für seinen Vortrag, mit dem er nicht nur das Interesse an der Kultur Kurdistans geweckt hat, sondern zudem zur Verständigung verschiedener Kulturen beigetragen hat.

Michael Hien, OStR

Das Bild zeigt den Referenten und Gaststudierenden Karven Bahjat (Mitte) mit Oberstudienrat Michael Hien (links) und dem Gewinner des Kahoot-Quiz, Benedikt Brandl aus der BK10.

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