Zwei Tage raus aus dem Klassenzimmer, rein in die Berge: Für die Sport- und Fitnesskaufleute der 10. und 11. Klasse stand eine zweitägige Bergtour in den Kitzbüheler Alpen im Juni auf dem Programm. Neben sportlicher Herausforderung, beeindruckender Natur und jeder Menge Teamgeist durfte natürlich auch das Abenteuer nicht fehlen – und davon gab es bereits bei der Anreise genug!
Tag 1: Von Straubing hinauf zur Berghütte
Pünktlich um 7:20 Uhr startete unsere Reise am Bahnhof Straubing. Während unser Zug tatsächlich planmäßig abfuhr, hatten andere Verbindungen mit Verspätungen zu kämpfen, so dass wir auf den Bahnsteigen Sprints einlegen mussten, um unsere Anschlüsse zu erreichen. Kurz vor unserem Ziel Fieberbrunn sorgte schließlich ein Zwischenfall mit einem Bus an einem Bahnübergang für einen weiteren ungeplanten Zugwechsel. Doch davon ließen wir uns nicht aufhalten: Wir erreichten Fieberbrunn und erwischten den letzten Bus zur Bergbahn – unserem Ausgangspunkt für die Tour.
Bei den hohen Temperaturen kam uns der schattige Weg über Wurzeln und Steine durch den Wald hinauf zur Mittelstation entgegen. Eine willkommene Abfrischung und viel Freude bot der Speichersee, bevor wir mit kurzer Unterstützung der Bergbahn unsere Tour fortsetzten.
Weiter ging es über die Wildalm in Richtung Wildseeloderhaus. Unterwegs begegneten wir Kühen und Schafen und konnten an einer Bergquelle frisches Wasser trinken. Je näher wir unserem Ziel kamen, desto beeindruckender wurde die Landschaft. Kurz vor der Hütte eröffnete sich uns der überwältigende Blick auf den Wildseelodersee – ein echtes Highlight der Tour.
Die ausgesprochen freundlichen Wirtsleute warteten schon auf uns, das Abendessen war fast fertig! Nach den Anstrengungen des Tages schmeckte es gleich doppelt so gut!
Den Abend nutzten die Schülerinnen und Schüler, um die Aussicht auf die umliegende Bergwelt zu genießen. Auch der Wilde Kaiser war zu sehen. Zwischen Gipfelblick und Hüttenatmosphäre entstanden angeregte Gespräche und sogar philosophische Überlegungen z.B. zur Entstehung der Berge.
Ab 22 Uhr herrschte Hüttenruhe. Nach einem erlebnisreichen Tag freuten sich alle auf eine erholsame Nacht und das Frühstück am nächsten Morgen.
Tag 2: Gipfelglück auf 2.119 Metern
Gut gestärkt starteten wir am zweiten Tag in Richtung Gipfel. Der Weg wurde zunehmend steiniger, die Umgebung felsiger und die Anforderungen an Trittsicherheit und Ausdauer stiegen. Schritt für Schritt näherten wir uns unserem Ziel: dem Gipfelkreuz des Wildseeloders auf 2.119 Metern Höhe.
Oben angekommen, wurden wir mit einem beeindruckenden Panorama belohnt. Der Aufstieg hatte sich gelohnt – und das gemeinsame Erreichen des Gipfels war ein besonderer Moment für die gesamte Gruppe.
Doch damit war für einige noch nicht Schluss: Ein Teil der Gruppe nutzte die Gelegenheit und bestieg in flottem Tempo einen weiteren Gipfel, die Henne auf 2.078 Metern.
Zur wohlverdienten Mittagspause kehrten wir an den Wildseelodersee zurück. Einige wagten sich sogar ins eiskalte Wasser und sorgten damit für eine besonders erfrischende Abkühlung nach den sportlichen Anstrengungen.
Danach stand für alle der anspruchsvolle Abstieg bevor, der noch einmal Konzentration und Trittsicherheit erforderte.
Was bis dahin nach einem gelungenen Abschluss unserer Bergtour aussah, wurde auf der Heimreise allerdings noch einmal auf die Probe gestellt: Aufgrund von Zugausfällen strandeten wir schließlich in München. So wurde auch die Rückfahrt zu einem Abenteuer, das uns noch länger in Erinnerung bleiben dürfte.
Fazit: Mehr als nur Höhenmeter
Zwei Tage voller Bewegung, Naturerlebnisse und gemeinsamer Herausforderungen liegen hinter uns. Die Bergtour hat gezeigt, dass sportliche Fitness nicht nur im Trainingsplan entsteht, sondern auch draußen in der Natur – beim Wandern, Klettern, Durchhalten und gegenseitigen Unterstützen.
Neben den sportlichen Leistungen standen vor allem der Zusammenhalt der Klasse, das gemeinsame Bewältigen unerwarteter Situationen, die Freude an der Bergwelt und auch das Entwickeln von Risikobewusstsein im Mittelpunkt.
Und eines steht fest: Diese Klassenfahrt hatte nicht nur einige Höhenmeter, sondern auch jede Menge Höhepunkte zu bieten!
Unser Erlebnis als Film
Tina Ostermaier
Maxi Goller

