Drei Referendarinnen des Seminar Kath. Religionslehre Straubing erhielten am Freitag, den 10.Juli die Missio Canonica aus der Hand des Bischofs von Regensburg
In seiner Predigt kam Bischof Dr. Rudolf Voderholzer auf die kürzlich erschiene Enzyklika „Magnifica Humanitas“ von Papst Leo XIV. und Künstliche Intelligenz zu sprechen. Die frisch gebackenen Religionslehrer sollen beispielhaft vorangehen und „den jungen Leuten helfen, die in einer großen Versuchung sind, was den Umgang mit dem Handy, mit dem Computer, mit all diesen Dingen betrifft“, so Bischof Rudolf. „Denn die Chancen sind groß, aber die Versuchungen genauso“.
Danach kam er auf „Social Media“ zu sprechen – dass diese „gar nicht so social sind, sondern in die Einsamkeit, in Blasen hineinführen, wo man vermeintlich kommuniziert und im Grunde nur sich selbst versteht“. Gleichzeitig sieht Bischof Rudolf auch den Nutzen der Künstlichen Intelligenz – dass man diese beispielsweise zur Textübersetzung oder zur schnellen Informationsbeschaffung verwenden könne.
Neben der künstlichen, solle nicht die natürliche Intelligenz vergessen werden. „Man kann sich viel helfen lassen, aber das Entscheidende ist das analoge. Das Entscheidende ist es, wo Menschen miteinander etwas unternehmen“, so Bischof Rudolf.
Im Anschluss ging der Regensburger Oberhirte zudem darauf ein, dass es sich bei der Künstlichen Intelligenz um keinen Menschen mit Gewissen handle, sondern eine Rechenmaschine. So müsste der Mensch als Nutzer zwischen Gut und Böse unterscheiden, sagte Bischof Rudolf. Das Menschsein mache eigentlich ihr geöffnetes Herz gegenüber Gott und den Mitmenschen aus.
Danach legten die Lehrkräfte vor Bischof Rudolf ihr Versprechen ab.