Wir-Gefühl und starkes Netzwerk
„Wir-Gefühl“ – das Motto der diesjährigen Abschlussfeier der Mathias-von-Flurl-Schule zeigte sich nicht nur beim von den Fachschaften Religion und Ethik und ihren Lehrkräften Ute Gehring, Elisabeth Zinner und Michaela Schütz gestalteten ökumenischen Gottesdienst in der Ursulinenkirche, sondern vor allem bei den zahlreichen Gästen aus Politik, Ausbildungsbetrieben, Kammern, den Eltern und Freunden. Der historische Rittersaal war bis auf den letzten Platz (und darüber hinaus) gefüllt und bildete eine stimmungsvolle Kulisse für die Abschlussfeier. Dazu trugen auch Katharina Peter (Gesang) und Simon Csokan (Klavier) bei, die die Feier musikalisch umrahmten. Bei ihrer Begrüßung stellten der stellv. Schulleiter Oliver Gebhard und die Fachbetreuerin für besondere Aufgaben, Susanne Sigl die Schule als starkes Netzwerk von allen Partnern im Dualen System in den Mittelpunkt. Sie dankten vor allem dem Berufsschulverband als Sachaufwandsträger für die Unterstützung beim Erweiterungsbau, der zum Schuljahr 2026/2027 fertiggestellt werden soll.
Schulleiter Roland Kiefl bezeichnete den Start in die Berufsausbildung als sozialen Urknall, der die Auszubildenden vor große Herausforderungen stellt. Um die Auszubildenden auf ihrem Weg in die Ausbildung zu unterstützen, gibt es an der Mathias-von-Flurl-Schule vier zentrale Bausteine: eine „Erlebnispädagogische Wanderung“ zu Beginn der Ausbildung für alle 10. Klassen, Formen kooperativen Lernens, eine offene Feedback-Kultur und eine Reihe an Studien- und Klassenfahrten. Diese Bausteine sollen aus dem „Ich“ eine Gemeinschaft, ein „WIR“, machen.
Landrat Josef Laumer hob hervor, dass jeder Euro, den der Berufsschulverband in die Berufliche Bildung investiert, gut angelegtes Geld sei. Landtagsabgeordneter Josef Zellmeier sieht die Berufliche Bildung als wesentlichen Teil der Erfolgsgeschichte Bayerns. Für das System der Dualen Ausbildung werde Deutschland weltweit beneidet. Den ehemaligen Auszubildenden und zukünftigen Mitarbeitern gab Zellmeier mit auf den Weg, dass sie ihre Arbeit als Teil eines Unternehmens, als „WIR“ sehen sollen. Der Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer der Mathias-von-Flurl-Schule, Stefan Hinsken sieht im Ende der Berufsausbildung nur das „halbe Glück“. Nun beginne ein neuer, aufregender Lebensabschnitt. Hinsken rief die Absolventen dazu auf, Teil des „WIR“ der Mathias-von-Flurl-Schule zu bleiben und sich im Förderverein als Mitglied zu engagieren.
„Man kommt als Gast und geht als Freund“, so fasste die Schülersprecherin Ann-Marie Walker die Zeit an der Mathias-von-Flurl-Schule zusammen. Gemeinsam mit dem stellv. Schülersprecher Philipp Stadler gratulierte sie den Absolventen und hob vor allem die Klassengemeinschaft als wesentlichen Baustein des „WIR“ hervor.
Danach wurde es actionreich. Der Absolventensprecher Paul Mitskevitch beeindruckte mit einer tollen Parcours-Darbietung. Gemeinsam mit dem weiteren Sprecher der Absolventen, Sandro Penker, hob er hervor, dass im Rahmen der Ausbildung zahlreiche Hindernisse in den Weg stellten, die nur als Gemeinschaft, als „WIR“, überwindbar waren.
Neben der Verleihung der Berufsschulzeugnisse an die Absolventen stand die Auszeichnung der Preisträger im Mittelpunkt. Die Kauffrau für Büromanagement, Simona Reinnisch erhielt für ihre Leistungen den Staatspreis. Acht weitere Absolventen wurden für ihre herausragenden Abschlüsse (alle Notendurchschnitt 1,0) mit einem Preis des Berufsschulverbandes/des Fördervereins ausgezeichnet.
Die besten Absolventen der verschiedenen Ausbildungsberufe erhielten je einen von der Sparkasse Niederbayern Mitte und der Raiffeisenbank Straubing gestifteten Buchpreis. Im Anschluss an die Zeugnisverleihung luden die Veranstaltungskaufleute zu einem Sektempfang im Foyer des Rittersaals ein und bauten eine Fotowand auf, die als Hintergrund für zahlreiche Erinnerungsfotos an diesen besonderen Tag diente.
Michael Hien, OStR