Medizinische Fachangestellte

Die Tätigkeit im Überblick

Medizinische Fachangestellte assistieren Ärzten und Ärztinnen bei der Untersuchung, Behandlung, Betreuung und Beratung von Patienten und führen organisatorische und Verwaltungsarbeiten durch.

Beschäftigungsmöglichkeiten finden Medizinische Fachangestellte in Arztpraxen aller Fachgebiete sowie in Krankenhäusern und anderen Institutionen und Organisationen des Gesundheitswesens. Auch bei ambulanten Pflegediensten bieten sich Einsatzmöglichkeiten. Darüber hinaus können Medizinische Fachangestellte in betriebsärztlichen Abteilungen von Unternehmen, medizinischen Laboren oder Forschungsabteilungen von Pharmafirmen tätig sein.

 

Die Ausbildung im Überblick

Medizinische/r Fachangestellte/r ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).

Diese bundesweit geregelte 3-jährige Ausbildung wird im Bereich Freie Berufe angeboten.

Der duale Ausbildungsberuf zur/m Medizinischen Fachangestellten ist über das Berufsbildungsgesetz geregelt und staatlich anerkannt. Die Ausbildungsordnung zur/m Medizinischen Fachangestellten trat am 01.08.2006 in Kraft und löste damit nach genau 20 Jahren die alte Ausbildungsordnung zum/r Arzthelfer/in ab. Verantwortlich für Organisation, Überwachung und Qualität der Ausbildung sind die Landesärztekammern. Sie werden durch Berufsbildungsausschüsse beraten, in denen je sechs Ärzte, Medizinische Fachangestellte und Lehrer vertreten sind.

 

Zugangsvoraussetzung: Auf Grund der Regelung der Ausbildungsordnung nach Berufsbildungsgesetz gibt es keine Zulassungsbeschränkung (Schulpflicht muss erfüllt sein), empfehlenswert ist ein guter Realschulabschluss.

Ausbildungsdauer:  3 Jahre in Berufsschule und Ausbildungsbetrieb.

Berufliche Qualifikation der/des Medizinischen Fachangestellte/n:
Sie

  • assistieren bei Untersuchungen, Behandlungenund chirurgischen Eingriffen 
    helfen bei Notfällen
  • betreuen den Patienten vor, während und nach der Behandlung
  • informieren Patienten über die Ziele und Möglichkeiten der Vor- und Nachsorge
  • führen Hygienemaßnahmen durch
  • führen Laborarbeiten durch
  • wenden Vorschriften und Richtlinien des Umweltschutzes an
  • organisieren Betriebsabläufe und überwachen Terminplanung
  • wirken bei Qualitätsmanagement mit
  • führen Verwaltungsarbeiten durch
  • dokumentieren Behandlungsabläufe und erfassen erbrachte Leistungen für die Abrechnung
  • ermitteln den Bedarf an Material, beschaffen und verwalten es
  • wenden Information und Kommunikationssysteme an
  • beachten die Regeln des Datenschutzes und der Datensicherheit
  • arbeiten team- und prozessorientiert

Berufsabschluss:

Eine Zwischenprüfung wird in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres abgelegt. Die Abschlussprüfung findet nach drei Jahren statt. Sie gliedert sich in einen schriftlichen Prüfungsteil (300 Minuten) und einen praktischen Prüfungsteil (75 Minuten).

Defibrillator für Mathias-von-Flurl-Schule gestiftet

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Mit großer Freude und Dankbarkeit haben wir die Spende eines Defibrillators entgegengenommen und damit eine weitere wichtige Vorsorgemaßnahme für Notfälle geschaffen:

Wir danken den Sponsoren

-          Dr. Regine Langer-Huber

-          Dimetria Föerderverein

-          Rotary Club Straubing-Gäuboden

-          Freunde und Förderer der Mathias-von-Flurl-Schule

sehr herzlich.

 

Das Straubinger Tagblatt schrieb dazu am 07. Mai 2018:

Schon ein einziges Leben ist es wert

Defibrillator für Mathias-von-Flurl-Schule gestiftet

Schulleiter Werner Kiese konnte jetzt einen Defibrillator für die Berufsschule II in Empfang nehmen. Sponsoren des Defibrillators sind Dr. Regine Langer-Huber, der Rotary Club Straubing-Gäuboden, der Dimetria Förderverein sowie die Freunde und Förderer der Mathias-von-Flurl-Schule.

Werner Kiese sagte, er freue sich sehr über die Spende, denn ein Defibrillator im Haus sei schon lange sein Wunsch gewesen angesichts von knapp 1700 Schülern sowie Lehrern und Angestellten. Außerdem sei die Turnhalle der Berufsschule am Wochenende öffentlich zugänglich und so komme der Defibrillator im Notfall auch vielen weiteren Straubingern zugute. Franz Vogl, Incoming Präsident des Rotary Club Straubing-Gäuboden ergänzte, es sei auch wichtig zu wissen, wie das Gerät funktioniere. Initiatorin Dr. Regine Langer-Huber erklärte, es gebe aktuell 66 Defibrillatoren in Straubing und 65 im Landkreis. Viele Leute wüssten zwar, wo sich ein Defibrillator befinde, aber sie seien unsicher, wie er zu benutzen sei. „Unser Wunsch ist es, jüngere Menschen mit ins Boot zu holen." Junge Menschen seien im Umgang mit dem Defibrillator oftmals unbefangener.

Stefan Hinsken, Vorsitzender des Fördervereins der Mathias-von-Flurl-Schule, brachte es auf den Punkt: „Wenn der Defibrillator nur ein einziges Leben rettet, war es die Investition schon wert".

Dr. Regina Langer-Huber schaute nach der Übergabe des Defibrillators kurz in der 12. Klasse der medizinischen Fachangestellten vorbei und demonstrierte an der Puppe „Little Anne" die Benutzung des Defibrillators. Eine Schülerin merkte an, der Defibrillator erkläre eh alles, was zu tun sei. „Der ist wie ein Spielzeug."

Die Schülerinnen der 12. Klasse werden als Multiplikatoren das Wissen über den Defibrillator an die übrigen Schüler weitergeben, mit den zehnten Klassen gehe die Schulung los, erklärte stellvertretende Schulleiterin Silvia Obermeier-Fenzl. Auch für die Lehrer werde es eine Schulung geben.

Der Defibrillator hat seinen Platz im Durchgang zur Turnhalle gefunden, wo er auch am Wochenende von Besuchern der Turnhalle erreichbar ist.

MFA 11C nimmt am P.A.R.T.Y. – Programm teil

Die „Gesundheitsregionplus Straubing" vernetzt viele Beteiligte im Gesundheitsbereich in der Region und ist auch in der Prävention aktiv. Daher nahm die Klasse der medizinischen Fachangestellten MFA 11c an dem so genannten PARTY-Programm teil, das zum Ziel hat, Führerscheinneulingen die Verantwortung für ihr Tun aufzuzeigen. Initiiert von der Gesellschaft für Unfallchirurgie soll v. a. dieser Zielgruppe noch mehr bewusst gemacht werden, welche Gefahren durch das Autofahren unter Alkoholeinfluss birgt. Die einleitenden Worte durch Herrn Dr. Grote, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie, aber vor allem die Bilder diverser Autounfälle und den daraus entstandenen Verletzungen verfehlten ihre Wirkung nicht. Durch ein realistisches praktisches Beispiel konnten unsere Schülerinnen sehen, welche schwerwiegenden Folgen die Handynutzung am Steuer haben kann.

 

Nach Aufteilung der Gruppen stellten Rettungssanitäter und Ärzte noch in drei Stationen den Rettungswagen, den Schockraum und die Intensivstation vor, wobei v. a. die Intensivstation mit einigen Schwerverletzten einen bleibenden Eindruck hinterließ.

 

Eine ehemalige Traumapatientin, die vor drei Jahren im Alter von 20 Jahren einen schweren Autounfall verursacht hatte, erzählte von ihrem komplett veränderten Leben und Tagesablauf, da sie durch den Unfall nicht mehr arbeiten kann und auch aus ihrem privaten Leben herausgerissen wurde. Anschließend stand sie den Schülerinnen Rede und Antwort

 

Durch diese vielfältigen Eindrücke und Informationen wurde es ein nachhaltig wirkender Tag für unsere medizinischen Fachangestellten.

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Spannender und informativer Vortrag über Nierenerkrankungen und deren Folgen

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Eine Ergänzung zum Lernfeld „Erkrankungen des Urogenitalsystems" gab der Leitende Oberarzt des Elisabeth-Krankenhauses Herr Geyer den Schülerinnen des 2. Ausbildungsjahrganges. Er ist als Internist und Nephrologe der Spezialist für Nierenerkrankungen im Straubinger Krankenhaus und betreut ca. 160 Patienten, die dialysepflichtig sind. In einem Vortrag beleuchtete er alle Facetten der Nierentransplantation, sowohl von der medizinischen als auch von der ethischen Seite. Er beleuchtete alle Argumente zur Lebendspende von Nieren und anderen Organen und informierte die Schülerinnen über den Alltag von Dialysepatienten. Durch seine interessanten Einblicke in den Themenbereich konnte er die Schüler fesseln und alle für das Thema Organspende sensibilisieren.

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Mathias-von-Flurl-Schule

Staatliche Berufsschule II

Straubing-Bogen

Stadtgraben 54
D-94315 Straubing

 

Tel. +49 (0) 9421 23811
Fax +49 (0) 9421 23884