„Wir müssen uns verändern" – ein Nachhaltigkeitsprojekt vom ADAC

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„Wir müssen uns verändern." Mit diesen Worten mahnt Herr Theobald vom ADAC die Schülerinnen und Schüler der Mathias-von-Flurl-Schule hinsichtlich des Klimawandels, der sich schon seit mehr als 20 Jahren vollziehe. Er räumt ein, dass seine Generation damals Fehler gemacht habe, die die junge Generation nun nicht mehr begehen solle. Die Schwedin Greta Thunberg sei ein gutes Beispiel für eine mögliche Kehrtwende. Damit ist Herr Theobald schon mitten im Thema und beginnt den Theorieteil des Nachhaltigkeitsprojekts „Mobil mit Köpfchen" vom ADAC, das die Schülerinnen und Schüler für umweltfreundliches aber auch umsichtiges Fahren sensibilisieren soll.

 

Zunächst sammelt die Klasse mit dem Referenten Tipps zum benzinsparenden, geräuscharmen und materialschonenden Fahren. Es werden die Auswirkungen der richtigen bzw. falschen Drehzahl und des damit verbundenen Gangs, der Reifendruck, Lärm und Abgasmessung beim Auto sowie vorausschauendes Fahren thematisiert. Mithilfe des Schulungsmaterials dürfen die Schüler vor dem Praxisteil schätzen, wie hoch der Geräuschpegel und die Menge der Emissionen beim Autofahren mit verschiedenen Geschwindigkeiten und unterschiedlichen Gängen bzw. Drehzahlen sind.

 

Um die Schätzwerte zu überprüfen, messen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Praxisteils selbst zunächst mit dem Messgerät, wieviel Dezibel Theobald mit dem Testfahrzeug in verschiedenen Gängen bei der gleichen Geschwindigkeit produziert. Für Schüler und Lehrer gleichermaßen war es sehr beeindruckend, wie stark sich die Lautstärke mit dem Einlegen des richtigen Gangs reduzieren lässt.

 

„Achtung, Achtung hier spricht die Polizei! Der Beifahrer darf sich 20 € aus dem Handschuhfach nehmen," brüllt der Referent mit dem Megafon bei der nächsten praktischen Übung. Keine Regung auf Seiten der vier Schüler im PKW, Gelächter der Schülerinnen und Schüler um ihn herum. Die Szene wirkt absurd. Auch die Insassen im Auto lachen, aber wohl eher angesteckt durch ihre Mitschüler. Denn keiner von ihnen konnte die Anweisungen verstehen. Die eben simulierte Diskofahrt verdeutlicht, dass bereits bei einer Musiklautstärke von 70 dB keinerlei Außengeräusche mehr wahrgenommen werden können.

 

Der nächste Versuch thematisiert die Abgaswerte beim Autofahren. Dafür bezieht Herr Theobald fast die ganze Klasse aktiv mit ein. So hält ein Schüler die Drehzahl konstant auf 1000 bzw. 3000 U/min, während die restlichen Schüler damit beschäftigt sind, die Abgase in großen gelben Luftballons aufzufangen, deren Umfang zu messen und schließlich das Volumen zu berechnen. Allein durch den Anblick der Luftballons wurde einem jedoch schon klar, dass eine höhere Drehzahl die Emissionswerte stark ansteigen lässt. Mit weiteren hilfreichen Tipps zum nachhaltigen und umweltschonenden Fahren beendet Herr Theobald die 90-minütige Veranstaltung. Für ihn ist der Tag allerdings noch nicht zu Ende. Es warten noch zwei weitere Klassen der Mathias-von-Flurl-Schule auf praktische Lösungen zum nachhaltigen Fahren. Aufgrund des hohen Praxisteils vergeht die Veranstaltung wie im Flug. Durch ihre Aufmerksamkeit und aktive Mitarbeit zeigen die Klassen, wie spannend und wichtig die Thematik für sie ist. Die Schule bedankt sich herzlich bei Herrn Theobald und dem ADAC für die großartige Aktion.

 

Karin Huber-Amann, StRin

Mathias-von-Flurl-Schule

Staatliche Berufsschule II

Straubing-Bogen

Stadtgraben 54
D-94315 Straubing

 

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